Finde deine Rechtsform

Welche Rechtsform passt am besten zu deinem Unternehmen? Wir helfen dir, die optimale Rechtsform zu finden.

So findest du die passende Rechtsform

Du näherst dich schrittweise deinem grossen Ziel – der Gründung deiner eigenen Firma. In den vorherigen Schritten hast du intensiv an der Weiterentwicklung deiner Geschäftsidee gearbeitet. Du weisst, was es heisst, in die Selbständigkeit zu treten, kennst den Markt, hast dir ein gutes Geschäftsmodell zurechtgelegt und dir einen Plan für das Marketing und die Finanzen ausgedacht.

Bevor du wirklich unternehmerisch tätig werden und Umsätze generieren kannst, musst du dich um die rechtliche Firmengründung kümmern. Der erste Schritt dazu ist die Wahl der optimalen Rechtsform. Diese ist wichtig, denn nicht jede Rechtsform passt zu jedem Unternehmen.

Die für dich wichtigste Unterscheidung beim Thema Rechtsform ist die folgende: Personengesellschaften vs. Kapitalgesellschaften. Bei Personengesellschaften steht, wie der Name schon sagt, die Person im Fokus. Diese Gesellschaftsform ist daher eng mit dem/der Inhaber:in der Firma verknüpft. Bei Kapitalgesellschaften hingegen steht das Kapital im Zentrum. Das heisst auch, dass im Falle eines Konkurses das Gesellschaftskapital haftet.

Verstehst du bis jetzt nur Bahnhof? Keine Angst. Lies dich durch das Thema hindurch und kontaktiere uns bei Fragen. Gemeinsam erreichen wir die nächste Gründungsstation.

Welche Rechtsformen gibt es in der Schweiz?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Arten von Rechtsformen unterschieden:

  • Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften

Innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es weitere Unterkategorien.

Personengesellschaften werden unterteilt in:

Einzelunternehmen

Das sogenannte Einzelunternehmen ist die günstigste und einfachste Art der Firmengründung. Für ein Einzelunternehmen ist zunächst keine Anmeldung beim Handelsregister des Kantons am Firmensitz nötig und erst ab einem jährlichen Umsatz von mehr als CHF 100‘000.- muss eine Handelsregistereintragung erfolgen.

Kollektivgesellschaft (KollG)

Bei der Kollektivgesellschaft tun sich zwei oder mehrere natürliche Personen zusammen, um ein Unternehmen zu führen. Die Kollektivgesellschaft ist keine juristische Person, kann aber unter eigenem Namen auftreten, Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen. Als Gesellschafter:in einer Kollektivgesellschaft wird solidarisch mit dem eigenen Vermögen gehaftet. Als Unternehmen an sich ist die Kollektivgesellschaft nicht steuerpflichtig, jedoch werden die einzelnen Gesellschafter:innen aufgrund ihres Lohnes, des allfälligen Gewinnanteils, der Eigenkapitalzinsen und ihres Vermögens direkt besteuert.

Kommanditgesellschaft (KommG)

Die sogenannte Kommanditgesellschaft setzt sich aus den Komplementären (Arbeitnehmer:innen) und den Kommanditären (Kapitalgeber:innen) zusammen. Sie ist in der Schweiz nicht sehr häufig anzutreffen und am ehesten noch bei alten Traditionsunternehmen zu finden. Für die Gründung einer Kommanditgesellschaft sind zwei oder mehrere natürliche Personen nötig. Die Kommanditgesellschaft wird durch einen Gesellschaftsvertrag zwischen den Beteiligten ins Leben gerufen. Der Eintrag ins Handelsregister ist obligatorisch.

Kapitalgesellschaften werden unterteilt in:

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Bei Gründung einer GmbH erfolgt in der Schweiz immer auch ein persönlicher Eintrag der geschäftsführenden Person in das Handelsregister. Das Gründungskapital bzw. die Stammeinlage für eine GmbH beträgt mindestens CHF 20‘000.-, sei es in Form von Bar- oder Sacheinlagen. Durch die vollständige Einzahlung des Stammkapitals entfällt die bisherige Solidarhaftung unter den Gesellschafter:innen.

Aktiengesellschaft (AG)

Aktiengesellschaften bedürfen zwingend eines Eintrags in das schweizerische Handelsregister. Anleger:innen und Gesellschafter:innen können sich durch Aktienerwerb am Unternehmen beteiligen. Im Unterschied zur GmbH können Gesellschafter:innen einer AG auch anonym bleiben. Wie bei der GmbH haften sie nur im Umfang des Aktien- bzw. Stammkapitals und nicht noch persönlich. Das Gründungskapital einer AG beträgt nominal CHF 100’000.- oder mehr in Form von Bar- oder Sacheinlagen. Mindestens CHF 50'000 davon müssen bei der Gründung einbezahlt werden. Die Aktionäre haften dann aber für den nicht einbezahlten Teil.

Die Wahl der optimalen Rechtsform ist aus vielerlei Hinsicht sehr wichtig bei der Gründung. So werden zum einen nicht nur die Haftungsansprüche festgelegt, sondern zum anderen auch Grundsteine, insbesondere was die spätere Besteuerung angeht, gelegt.

Entdecke spielerisch deine Rechtsform mit unserem Konfigurator

Möchtest du alleine oder im Team gründen?
Alleine
Im Team
Wie viel Kapital bist du bereit, in deine Firma einzuzahlen?
CHF 0
über CHF 100'000
Bist du bereit, mit deinem
persönlichen Vermögen zu haften?
Ja
Nein
Diese Rechtsform könnte zu dir passen:
GmbH
Min. 1 Gesellschafter:in, min. CHF 20'000 als Startkapital, Haftung mit Gesellschafts­vermögen
AG
Min. 1 Aktionär:in, min. CHF 100'000.- als Startkapital, Haftung mit Aktien- bzw. Stammkapital
Genossenschaft
Min. 7 Personen, variables Startkapital, Haftung mit Gesellschafts­vermögen
Einzelfirma
Min. 1 Person, variables Startkapital, uneingeschränkte Haftung mit Privatvermögen
Kollektivgesellschaft
Zwei oder mehrere natürliche Personen, variables Startkapital, solidarische Haftung
Verein
Min. 2 Personen, variables Startkapital, Haftung mit Gesellschafts­vermögen
Jetzt gründen

Vielleicht hast du dich beim Durchklicken des Konfigurators gefragt, wo die Rechtsformen Verein und Genossenschaft geblieben sind? Einzelfirma, AG oder GmbH sind die am häufigsten eingesetzten Rechtsformen von KMU in der Schweiz. Deshalb sind diese (nebst ein paar weiteren) auch entsprechend prominent in dem Konfigurator abgebildet.

Selbstverständlich hast du mit Foundera aber auch die Möglichkeit, eine Firma als Verein oder Genossenschaft zu gründen. Kriterien wie Mindestkapital, Haftung oder Verwendungszweck unterscheiden sich dabei jedoch von den gängigen Rechtsformen. Bei Vereinen stehen unter anderem der ideelle Zweck und die Nicht-Gewinnorientierung im Vordergrund. Bei Genossenschaften sind der Gedanke der Förderung sowie wirtschaftliche Selbsthilfe relevante Themen.

Bereiche wie Social Entrepreneurship erfreuen sich in der Gründerszene zunehmender Beliebtheit und sind ein spannendes Explorationsfeld. Je nach Geschäftstätigkeit kann das also durchaus spannend sein für dich. Da Vereins- und Genossenschaftsgründungen von Fall zu Fall etwas kompliziert ausfallen können, möchten wir dich hier besonders gut unterstützen. Kontaktiere uns ungeniert und melde dich bei offenen Fragen.

Wichtige Kriterien zur Wahl der passenden Rechtsform für dein Unternehmen

Die folgenden sechs Punkte fassen die wichtigsten Kriterien zur Wahl der Rechtsform für dich zusammen:

Umsatz & Kapital
Wie viel Umsatz wird dein Unternehmen etwa pro Jahr machen? Das ist gerade zu Beginn immer schwer abzuschätzen, aber du kannst an dieser Stelle auf die Zahlen und Schätzungen aus deinem Businessplan zurückgreifen. Auch der Kapitalbedarf sollte bei der Wahl der Rechtsform in Betracht gezogen werden, denn gerade die Gründungsphase bringt viele zusätzlich Kosten mit sich.
Unternehmensform & Art des Gewerbes
Wenn du Anteile an deiner Gründung bzw. Aktien herausgeben willst, dann musst du natürlich eine AG gründen. Solltest du aber erst einmal klein und alleine starten, dann reicht in der Regel das Einzelunternehmen. Wenn du gemeinsam mit anderen gründest, bietet sich möglicherweise eine GmbH an. Achte dabei nicht nur auf das Hier und Jetzt, sondern plane auch in die Zukunft: Berücksichtige deine Wachstumspläne bereits bei der Wahl der Rechtsform. Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Art des Gewerbes: Als Dienstleister:in hast du in der Regel kein Lager (und damit wenig Kapitalbindung), als Produzent:in oder verarbeitendes/produzierendes Gewerbe musst du deinen Güter- und Warenbestand meist vorfinanzieren (und hast damit ein hohes Mass an Kapitalbindung). Das kann sich dann sowohl steuerlich auswirken als auch einen Einfluss auf die Haftung haben.
Risiko & Haftung
Auch die Haftung ist einer der wirklich wichtigen Aspekte bei der Wahl der passenden Rechtsform. Als Einzelunternehmen haftest du beispielsweise mit deinem Privatbesitz. Deshalb solltest du dir des Haftungsrisikos immer bewusst sein und dann gegebenenfalls eine Kapitalgesellschaft gründen. Oft ist dieses Auswahlkriterium auch ausschlaggebend für Kapitalgeber:innen und Investor:innen bei der Vergabe von Unternehmenskrediten und Finanzierungen.
Steuern
Je nach Gesellschaftsform werden Einkünfte und Vermögen des Unternehmens und der Eigentümer:innen getrennt oder zusammen besteuert. Gerade bei hohen Gewinnen bieten Kapitalgesellschaften eine geringere Besteuerung als Personengesellschaften oder Einzelunternehmungen.
Unabhängigkeit
Je nach Rechtsform ist auch dein persönlicher Handlungsspielraum mehr oder eben weniger flexibel. Wenn du zusammen mit Partner:innen gründest oder Investor:innen an Bord hast, dann kannst du viele unternehmerische Entscheidungen nicht alleine treffen.
Soziale Sicherheit
Abhängig von der gewählten Rechtsform sind einige Sozialversicherungen obligatorisch, manche auf freiwilliger Basis und andere nicht verfügbar. Einzelunternehmer:innen sind beispielsweise nicht automatisch gegen Arbeitslosigkeit versichert und die Einzahlung in die Pensionskasse ist freiwillig zu leisten. In Kapitalgesellschaften sind Geschäftsführer:innen hingegen in einem Angestelltenverhältnis und damit auch sozialversichert.

Du benötigst Hilfe bei der Wahl der Rechtsform?

Wie du siehst, ist es gar nicht so einfach bei der Wahl der Rechtsform die richtige Entscheidung zu treffen. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die du berücksichtigen solltest, um schon am Anfang rechtlich sicher aufgestellt zu sein. Die Experten:innen von HelloNina helfen dir dabei, dein Unternehmen rechtskonform und langfristig sicher zu gründen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Rechtsform

Hast du nach wie vor offene Fragen zum Thema Rechtsform? Dann helfen dir bestimmt die folgenden FAQ weiter.

Was wird unter einer Rechtsform verstanden?

Wie der Name sagt, haben Rechtsformen etwas mit der Gesetzgebung zu tun. Das Gesetz schreibt je nach Rechtsform unterschiedliche Rahmenbedingungen vor, die wiederum Auswirkungen auf die Marktteilnahme der Gesellschaften haben.

Welche Rechtsformen gibt es?

In Sachen Rechtsformen gibt es in der Schweiz folgende Möglichkeiten: Einzelfirma, GmbH, AG, Kollektivgesellschaft, Verein, Kommanditgesellschaft, Stiftung und Genossenschaft. Die vier erstgenannten sind die vier am häufigsten von Gründer:innen in der Schweiz gewählten Rechtsformen.

Welche Rechtsform ist die für mich passende?

Die für deine Unternehmung passende Rechtsform hängt von mehreren Kriterien wie Umsatz, Kapital, Risiko, Haftung etc. ab und sollte wohl durchdacht ausgewählt werden. Unser Gründungsberater HelloNina beratet dich gerne hinsichtlich der Wahl der für dich geeigneten Rechtsform.

Wie gehe ich auf Foundera zur Bestimmung der Rechtsform vor?

Auf Foundera hast du mehrere Möglichkeiten, die für dich und deine Firma passende Rechtsform zu wählen. Du kannst mit einem konkreten Vorhaben in das Beratungsgespräch mit HelloNina steigen und deine Wahl von unseren Expert:innen prüfen lassen. Oder du kannst dir im Gespräch basierend auf deinem Geschäftsvorhaben die Optionen erklären lassen.

Kann ich die Rechtsform zu einem späteren Zeitpunkt wieder umwandeln?

Du kannst die Rechtsform deiner Gesellschaft gemäss dem Fusionsgesetz (FusG) umwandeln. Art. 54 des FusG gibt dazu die zulässigen Umwandlungen abschliessend vor. Beachte dabei, dass eine Einzelfirma nicht direkt in eine GmbH oder AG umgeändert werden kann. Dazu müssen Aktiven und Passiven zuerst in eine neu zu gründende Gesellschaft überführt und anschliessend liquidiert werden. Dem Zeitpunkt der Umwandlung ist dabei besondere Beachtung zu widmen.

Bei welcher Rechtsform wird nicht mit dem Privatvermögen gehaftet?

GmbH und AG haften jeweils nur in der Höhe ihres Gesellschaftsvermögens und nicht mit dem Privatvermögen der betroffenen Gesellschafter:innen.

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